Corona Monitor dokumentiert und strukturiert Ereignismeldungen einer kollektiv geschaffenen Datenbank für gesellschaftliche und politische Umwälzungen in der Corona-Krise. Von Mitte März bis Ende Mai 2020 haben wir, Aktive aus dem Netzwerk der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) sowie aus dem Umfeld des Institutes für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) und des AK Kritische Geographie, auf einem PAD Ereignisse und Beiträge zur Entwicklung der Coronakrise gesammelt. Seit dem Rückgang der massiven Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, konzentrieren wir uns nunmehr verstärkt auf die Analyse der gesellschaftlichen Entwicklungen durch einen Call (siehe unten) und den Veröffentlichungen im dafür geschaffenen Blog. Mit dem gesamten Projekt wollen wir eine Grundlage schaffen für Forschung, die demokratische Kontrolle der politischen Antworten auf die Krise sowie für emanzipatorische Bestrebungen. Die generierte Datenbank erachten wir als open source.

Die Struktur ist unübersichtlich, oder ihr wollt Inhalte beanstanden? Dann wendet euch bitte auch via E-Mail an uns. Wir betreuen diese Seite als kleines Redaktionsteam. Mitarbeit ist herzlich willkommen! Es besteht die Möglichkeit Beiträge mit Bezug zur Datensammlung zu veröffentlichen, bei Interesse meldet euch gerne mit Vorschlägen. Bei Veröffentlichungsangeboten orientieren wir uns als Redaktion an wissenschaftlichen und publizitischen Standards – wir sind aber offen für alternative Formate.  Möglich ist auch, kurze Beiträge von Studierenden zu veröffentlichen, sollte etwa in Projektseminaren mit der Seite gearbeitet werden. Grundsätzlich sind wir offen für Vorschläge und freuen uns über Anregungen.

 

Call: Beiträge für Corona-Monitor-Blog

Auch wenn die Geschwindigkeit von Ereignissen vorerst abgenommen hat, sind die gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Menschen auf verschiedene Weisen einschneidend spürbar. Wir möchten mit dem Corona-Monitor eine Plattform bieten, um aus einer gesellschaftskritischen Perspektive auf soziale Ungleichheiten, Diskriminerungen und autoritäre Praxen aufmerksam zu machen, die durch Corona verschärft, aber auch sichtbarer wurden. Auch die Diskussion emanzipatorischer Umgangsformen möchte der Blog diskutieren.

Beiträge sollen möglichst einen oder mehrere der folgenden Aspekte ansprechen (Bitte bei Einreichung max. 3 Schlagwörter der Liste nennen):
– Auseinandersetzungen um Lohnarabeit
– Auseinandersetzungen in und um den Sozial-/Gesundheitssektor
– Geschlechterverhältnisse und Care-Arbeit
– Auswirkungen auf Migrationsprozesse und Grenzregime
– Wohnungspolitik, Obdachlosigkeit und Schutz vor der Pandemie
– Rassismus und Verschwörungsmythen
– Politik der extremen Rechte in Reaktion auf die Coronakrise
– Sicherheitspolitiken und Polizeipraktiken
– internationale Kooperation oder nationale Abgrenzung
– Veränderungen von Alltag in der Coronakrise, Umgangs- und Bewältigungsstrategien 
– Solidaritäts- und Unterstützungsstrukturen
– Gesellschaftliche Naturverhältnisse als Bedingung für Pandemien
– die Rolle von (Natur)Wissenschaft in politischen Deutungskämpfen
 

Die Länge der Beiträge sollte 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Dem Charakter eines Blogs folgend, möchten wir Autor*innen ermuntern, tagesaktuelle und standpunktartige Beiträge einzureichen. Die Beiträge können gerne analytisch sein, aber nicht rein theoretisch.  Wir wünschen uns Beiträge, die – etwa auf der Grundlage der Datensammlung des Corona-Monitors – konkrete Prozesse und Erfahrungen reflektieren. Das Format ist offen, wir freuen uns neben wissenschaftlichen Beiträgen ebenso über alltagsnahe oder aktivistische Texte sowie ggf. auch künstlerische Beiträge.

Beiträge einreichen bitte unter: coronamonitor@posteo.de. Wir treffen uns monatlich , um eingegangene Beiträge zu diskutieren und nach Absprache auf dem Blog zu veröffentlichen. Die monatliche Frist für die Einreichung von Beiträgen ist jeweils der 7. Tag des Monats, anschließend erfolgt zeitnahes Feedback & die Veröffentlichung. Außerhalb dieses Zeitfensters kann es etwas dauern, bis wir uns mit Feedback zurückmelden.

Wir freuen uns auf Beiträge.
Die Redaktion des Corona-Monitors
Louisa Bäckermann (Hamburg); Peter Birke (Göttingen); Daniel Mullis (Frankfurt am Main); Daniel Keil (Frankfurt am Main, Köln); Maike Pott (Hamburg); Darius Reinhardt (Frankfurt am Main); Paul Zschocke (Leipzig, Frankfurt am Main)